Sonntag, 27. November 2016 / Ausstellung

Der Körper und sein Raum

11 bis 16 Uhr, Johanniterkapelle

Esther Dietwiler (Keramik-Objekte) und Sibylle Laubscher (Zeichnungen & Malrei) setzen sich auf unterschiedliche Art mit der Beziehung von Körper und Raum auseinander. Sibylle Laubscher macht dies mit Pinsel und Farbe in zwei Dimensionen, während Esther Dietwiler sich dem dreidimensionalen Körper und den entstehenden Leerräumen annimmt.

Sibylle Laubscher
Ich liebe es, den menschlichen Körper bildnerisch zu erfassen und etwas von seinem „Geist/Unsichtbaren“ erkennbar und erlebbar zu machen. Seit vielen Jahren ist es ein für mich sich immer wiederholendes Thema: Vom klassischen Akt bis zur bewegten Figur. Wie kann man auf zwei Dimensionen diesen Körper, seinen Raum und seine Beweglichkeit festhalten, ohne die Atmosphäre, die Spannung und die Schönheit zu verlieren?
Als Künstlerin verfolge ich das „Reinheitsgebot“, d.h. ich verwende nur die Sinnenkraft meiner Augen und als Handswerkzeug Pinsel und Stift, um die dreidimensionale Welt in Skizzen festzuhalten.

Esther Dietwiler
Keramik ist buchstäblich mein Leben. Seit mehr als 35 Jahren beschäftige ich mich mit dem Material Ton, produzierte Gebrauchsgegenstände, kreierte Fasnachtsfiguren, über Kugeln, Stelen und Würfeln entwickelte ich mich immer weiter, meine Arbeiten wurden filigraner. In meinen neuesten Werken wollte ich noch perfekter und verspielter werden und lotete die Grenzen des Materials aus. Das Fragile und Filigrane des Tones zu zeigen, welches ich in der Arbeit zu fiori, frutta & verdura eingeschlagen hatte, verfolgte ich weiter. Die Farbe spielte in meinen bisherigen Arbeiten eine grosse Rolle, doch habe ich diesmal bewusst bei bestimmten Objekten darauf verzichtet.